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Zur Person

Dienstag, 21. November 2006

Ruhestörung

Ich wäre mal um ein Haar von einem russischen Schichtarbeiter erschlagen worden, und das kam so:

In meiner Ausbildung hab ich mal in einer 3er-WG gewohnt. Ich hatte ein eigenes Zimmer, aber Bad, Küche und Flur musste ich mit mit Basti (der eigentlich Spasti hieß) und Torsten teilen. Die beiden waren in meiner Klasse und ich kam gut mit ihnen aus, also alles kein Problem. Die Wohnung befand sich in Paderborn, genauer im Holsteiner Weg was uns nur recht war, denn die Alternative wäre der Kaukenberg gewesen und dort waren kaum ein Jahr zuvor zwei Klassenkameraden von einem bewaffneten Einbrecher überfallen worden und auch der Jibi-Markt vor Ort hatte mehr Kameras als der BigBrother-Container und mehr Polizei- als Kundenbesuch!

Bisher war das Leben in einer WG nicht so meins gewesen, aber da ich mich wie bereits erwähnt mit meinen Mitbewohnern gut verstand (und eine spezielle Frau in der Nähe wohnte) startete ich das Projekt "WG" - und das mit durchschlagendem Erfolg! Gleich zu beginn war ich mir mit Basti einig, dass ein guter Morgen nur mit guter Musik beginnen kann. Nicht selten kam es deshalb vor, dass Fat Boy Slim, die Fun lovin criminals oder die Fanta Vier knapp über Zimmerlautstärke aus den Boxen dröhnten, aber da sich niemand beschwerte sahen wir auch keinen Grund die Lautstärke runter zu drehen.

Die erste Beschwerde kam dann erst als ich meinen Geburtstag feierte. Wir saßen mit ca. 20 Leuten im größten Zimmer der Wohnung und der Geräuschpegel aus Musik, Gesprächen und brüllendem Mountie war (zugegebener Maßen) recht hoch. Fünf nach Zehn klingelte es an der Wohnungstür. Da ich Andy mit Biernachschub erwartete ging ich fröhlich zur Tür, riß diese auf und schleuderte dem Polizisten und seiner sehr attraktiven Kollegin ein "Wurde ja auch Zeit!" entgegen. "Guten Abend der Herr!" meinte Derrick "wir haben eine Beschwerde wegen Ruhestörung und wie es scheint, ist ihre Wohnung der Tatort!" Seine Kollegin lächelte. "Oh, äh, ja, äh, wir feiern ein bisschen, ich werde dreiund… - neunzehn!" sagte ich und stellt mir Schimanski´s weibliche Verstärkung im Bikini vor. "Machen Sie die Musik bitte leiser, sonst müssen wir ihre Party beenden" sagte dieser blonde Engel in grün, aber für mich klang es wie "Schmeiß die anderen raus und lass uns schmutzige Dinge tun!". Ich versprach ihr, der Bitte nachzukommen und verabschiedete Mr. Holmes und Ms. Watson.

Gegen Ende der Party saßen wir noch zu viert im Zimmer. Voll wie James Hetfield in den 80ern taten wir, was in solchen Situationen immer wieder getan wird - wir diskutierten über den Sinn des Lebens! Als um kurz vor eins nochmal klingelte sagte ich noch im Spaß "Das sind bestimmt wieder die Grünen!" - und sie waren es. "N´abend nochmal! Wir hatten sie doch gebeten leiser zu sein!" begrüßte mich Captain Harris und ich verkniff mir ihm mit einem Bäuerchen zu antworten. In der Wohnung war es still (die Musik hatten wir schon eine Weile vorher runtergedreht). "Ich sag´s nur ungern, aber man hat sie verar… unnötiger Weise gerufen. Wir sind nur noch zu viert und viel lauter als im Moment war es die letzte halbe Stunde nicht mehr." Schade, dabei hätte ich mich von der verschmitzt lächelnden Beamtin gerne mal festnehmen lassen. Beauford T. Justice sah ein, dass hier nichts mehr zu tun war und so verabschiedeten sich die beiden. Ich hab die Polizistin nie wieder gesehen.

Dafür aber unseren Nachbarn aus dem zweiten Stock. Eine Woche nach der Feier beschloss Basti an einem sonnigen Montagmorgen gegen 06:30 Uhr, uns mit "Praise You" auf geschätzten 130 dB zu wecken... Torsten, mich und das restliche Haus. Um 06:32 Uhr schellte es an der Wohnungstür und weil ich das Pech hatte dieser am nächsten zu stehen, öffnete ich. Ivan stand da. Jedenfalls sah er aus wie ein Ivan. Wie ein ziemlich wütender Ivan dazu. "Chrast Du eine Ahnung wie viel Uhr ist?" fragte er mich mit einem osteuropäischen Akzent. "Schätze so circa halb sieben?" Hatte der wirklich bei uns geklingelt um nach der Uhrzeit zu fragen? "Ich arbeite Nachtschicht, habe ganze Nacht geschuftet und will jetzt schlafen!" Aha! Ich war noch leicht benommen und hab deshalb nicht wirklich geantwortet. "Macht Du verdammte scheiß Musik gefälligst leiser?" Die ersten Adern in seinem Auge platzten. "Hören sie mal, das ist überhaupt nicht mei…" "Das ist mir scheißegal" unterbrach er mich "entweder Du machst den Krach aus, oder ich werde richtig sauer!" Richtig sauer? Ich sah mich schon mit zertrümmerten Fingern und Zehen mit dem Gesicht nach unten im Lippe-See treiben. Obwohl nur geschätzte einssiebzig war dieser Kerl offensichtlich gefährlich und hatte bestimmt Kontakte zu Inkasso Moskau oder der Russenmafia und da ich mit dreiund… - neunzehn eindeutig zu jung zum Sterben war kümmerte ich mich darum, dass die Musik leiser wurde.

Basti hielt sich sogar einige Tage daran den musikalischen Ball morgens flach zu halten und als sich die morgendliche Lautstärke dann doch wieder auf Disconiveau eingepegelt hatte, vermied ich es die Tür zu öffnen… Sicher ist sicher!

Donnerstag, 26. Oktober 2006

HOLZ 1.0

Ad und die Julia haben angefangen, Phil und der Medienjunkie haben weitergemacht und da ich als alter Mitläufer auf jeden Trend aufspringen muss, steig ich wieder mal voll ein...



Was ist ihre Lieblingsmusik beim Putzen?
Bach

Wenn sie putzen, hören sie dann Musik?
Scherzfrage?!?

Wann wurden sie das letzte Mal mit halben Hähnchen beworfen?
20:23 Uhr. Hat aber etwas Salz gefehlt.

Wenn sie eine Kartoffel wären, welche Sorte wäre das?
Es gibt verschiedene Kartoffelsorten?!? Is ja´n Ding!

Wurden sie je von einem Tier angepöbelt?
Mehrfach. Die Drecksviecher tierischen Freunde haben die Angewohnheit vor mein Auto zu rennen, dort eine fette Schramme zu hinterlassen und lachend im Dickicht zu verschwinden... ich nehm jedenfalls an, dass sie lachen.

Wie ist der Name ihrer Zimmerpflanze?
Elvis und Rudi Carell... sind ebenfalls beide tot.

Was ist das Riskanteste, das sie je gegessen haben?
Selbstgekochtes! (Wer schon von mir zubereitete Speisen gekostet hat und sie lecker fand darf gerne widersprechen!)

Sind sie mit Wasserschweinen verwandt?
... wer nicht?

Gibt es einen richtig schlechten Film, den sie trotzdem irgendwie mögen?
Nein, Filme die ich mag sind nicht schlecht. Anatomie einer Entführung ist schlecht... aber den mag ich nicht. (Wer die DVD geschenkt haben will kann sich melden. eMail-Adresse im Impressum)

Ist ihre Finanzplanung außerirdisch?
Unterirdisch!

Wie lautet ihr schönster Fluch?
Mögen Deine Kinder und Kindeskinder eitrige Blasen an Händen und Füßen bekommen... und Gicht! (Wirkt aber nur, wenn man Räucherstäbchen dabei hat und 400ml Hühnerblut um den zu verfluchenden damit zu bespritzen)

Als was werden sie wiedergeboren werden?
Als goldene Amex!

Können sie Dialekte nicht sprechen?
Ja, ich kann Dialekte nicht sprechen... einige jedenfalls.

Haben sie einmal mit einem Metzger gekämpft?
Die haben große Hackebeile!!! Bin ich bekloppt?!?

Haben sie einen Nationalpark adoptiert?
Ja, danach hab ich ihn dicht gemacht, abholzen lassen, die Tiere der Nahrungskette zugeführt und Disneyland hingebaut.

Geben sie belegten Brötchen Namen?
Nicht nur das, ich taufe sie auch und betäube sie schmerzfrei vor dem Essen.

Haben sie aggressive Gedanken, während sie im Keller angekettet zum Schlafen gezwungen werden?
Zum Schlafen muss mich niemand zwingen... und aggressive Gedanken sind mir VERDAMMTE SCHEIßE NOCHMAL fremd...

Können sie Dialekte charmant aussprechen?
Aber sowas von!

Wenn sie eine Karikatur wären, was wären sie dann?
Bei meiner Nase einer von Perscheid, wobei mir der Humor von Quirit noch besser gefällt... oder ich wär ein Yeti...

Was könnten sie verdrücken, wenn sie hungrig wie ein Schwein auf Toast wären?
Ein Schwein auf Toast? Langweilig. Ein Schwein auf LSD, das wär´s!

Wann haben sie zuletzt einen Purzelbaum gemacht?
Kurz bevor ich in die Klinik eingeliefert wurde...

Sie bluten stark, was tun sie?
Sehr schnell sehr ohnmächtig werden.

"ficken" oder "vögeln"?
Wieso "oder"?!? Wen? Wo? Wann? Diese Fragen müssen geklärt werden!

Habe ich eine Meise?
Wenn mit "ich" ich gemeint bin, dann ja, logisch. Ich blogge, sitze also nach einem Arbeitstag als Informatiker in meiner Freizeit noch vor dem Rechner und schreibe wirre Dinge auf. Das klingt doch wie ein Paradebeispiel für jemanden, der eine Meise hat, nech? Dazu sitze ich hier nur mit Socken, Goldketten und einer Pudelmütze bekleidet... aber pssst, nicht weitersagen.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Mein erstes Mal



Ok ok, ich sag´s lieber gleich am Anfang: Ich weiß, dass ich mit 22 recht spät ran war. Die Gelegenheit hat sich vorher einfach nicht ergeben. Ich mein, an mir hat es ja nicht gelegen. Ich hätte es liebend gerne auch schon mit 16 gemacht, aber alleine geht es nunmal schlecht. Hat halt nicht sein sollen. Und jetzt guckt nicht so entrüstet. Ich bin mir sicher so mancher der Zahltag!-Leser hat es auch nicht früher getan... wenn überhaupt schon!

Daran erinnern kann ich mich noch, als wäre es gestern gewesen. Aufgeregt war ich. Der Puls irgengendwo im zweihunderter Bereich und obwohl es nicht sehr warm war, schwitzte ich wie Dirk Bach beim Treppensteigen. Oh nein, hoffentlich mach ich nicht´s falsch. Die Gedanken kreisten und Entspannung war mir ferner als Ackermann HartzIV. Würde ich jetzt einen Fehler machen, könnte ich eine Wiederholung des Ganzen die nächsten paar Monate vergessen.

Soll ich es lassen? Langsam erreichte die Anspannung einen kritischen Wert. Dabei soll man ja ganz gelassen bleiben. Meine Jungs, die es schon getan hatten meinten ständig, dass Lässigkeit Trumpf wäre. Ich versuchte die Atmung zu verlangsamen und mir selbst einzureden, dass ich genau hierfür geboren sei. Glaubst Du eigentlich, was Du Dir da sagst? Immer noch nagten Selbstzweifel an mir. Einerseits musste ich in 30 min im Büro sein, andererseits... - ich wollte es. Und sie wollte es auch. Sie schrie förmlich danach. Je länger ich darüber nachdachte, desto sicherer wurde ich mir und plötzlich war er da. Der Moment. Der Augenblick an dem die Situation perfekt zu passen schien. Hopp oder Topp! Barfuß oder Lackschuh! Jetzt oder nie. Ich fegte alle hinderlichen Gedanken (zum Beispiel an Sicherheit und Schutz) beiseite und gab so richtig Gas...

... zwei Minuten später war alles vorbei. Hmm. Irgendwie hatte ich mir das prickelnder vorgestellt. Und länger. Hat aber wohl nicht sein sollen. Ich war mir nun sicher, dass die Jungs übertrieben hatten. Es gibt wahrlich schönere Dinge. Ein gutes Essen in netter Gesellschaft zum Beispiel. Oder das Gefühl, wenn man nach 40 Stunden programmieren feststellt, dass das Programm auch wie gewünscht läuft. Dennoch werde ich diesen Dienstagmorgen nie vergessen...

... als ich zum ersten Mal mit dem Motorrad schneller als 190km/h gefahren bin...

Mittwoch, 11. Oktober 2006

Immer mitten in die Fresse rein...

... bekam ich dieses Holz und zwar vom Blauen_Auge und weil ich schon lange kein Holz mehr gefangen habe und weil es recht kurz ist und weil ich jetzt wieder eine Weile keine Stöckchen mehr fangen werde und weil heute Mittwoch ist wird´s dennoch beantwortet.

Take this:

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
- ein eDrumset für mindestens 15.000 Euro (und natürlich die passenden Verstärker und Boxen)
- eine gut isolierte Wohnung, in der ich dieses Drumset ungestört spielen könnte
- einen schicken Audi RS6
- mein Diplom (… aber ich bin dran...)
- täglich um die 15.000 Leser beim Zahltag! (… aber ich bin dran...)

5 Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
- meinen Wampenansatz
- einen Hang zur Schlampigkeit
- zwei Wirbel am Kopf
- ein zu loses Mundwerk
- zu hohe monatliche Fixkosten

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
- Nazis im Freundeskreis
- Die "Sex and the City"-DVD-Collection
- irgendwelche Schwächen
- erektile Dysfunktion (siehe: "irgendwelche Schwächen")
- eine Exmatrikulations-Bescheinigung

5 Dinge, die ich habe und auch gerne weiterhin haben möchte:
- die eigenen Zähne
- die Fähigkeit das Klo immer rechtzeitig zu erreichen
- meinen sehr ausgeprägten Sinn für schrägen Humor
- Freunde, die mir auch mal die Meinung sagen, wenn ich Bullshit rede
- die Fähigkeit dem (oft tristen) Alltag stets optimistisch entgegen zu treten

So, ich weiß dass viele diese Fragen auch schon beantwortet, und einige davon auch schon "Wer will, kann das das Stöckchen fangen und weitermachen" geschrieben haben, deshalb möchte ich hier ganz deutlich sagen...

Ich will nicht, dass irgendjemand damit weitermacht!

Seht euch stattdessen lieber mal diesen Eintrag vom zornigen Markus oder den Partybericht vom Gebotsboten an!
... und jetzt getreu Peter Lustig... abschalten!

Dienstag, 19. September 2006

Hypersomnie

Ich schlafe gerne... und wenn´s geht auch viel. Leider muss ich mein geliebtes Bett nur all zu oft wegen verschiedener Dinge verlassen (Nahrungsmittel kaufen, Essen, Essen wieder loswerden, Job, etc.). Häufig kommt es vor, dass ich morgens einen harten Kampf mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen habe, damit ich es überhaupt schaffe meinen fetten Hintern auf der Kiste zu schwingen.

Früher haben meine Eltern versucht mir anhand von Redewendungen begreiflich zu machen, dass frühes Aufstehen auch seine Vorteile hat...

Sir´s Vadder/Mudder: "Morgenstund hat Gold im Mund."
SirParker: "Opa auch!"

Sir´s Vadder/Mudder: "Der frühe Vogel fängt den Wurm."
SirParker: "Was soll ich mit Würmern?"

Irgendwann hab ich dann eine Redewendung für mich entdeckt...

Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf!

Eben weil ich so gerne und so viel schlafe sind mir Menschen verdächtig, die in der Früh beim ersten Klingeln des Weckers aufstehen und gute Laune haben. Sowas kann nicht normal sein. Das sind alles potentielle Terroristen, Steuerfahnder oder die, deren Namen man nicht ausspricht. Was treibt diese Leute nur an? Drogen? Ein toller Job? Mundgeruch beim Partner, der noch schläft? Ich versteh´s nicht.

Gerade wegen meines enormen Schlafbedürftnisses, sehne ich mich häufig nach der Schulzeit zurück. Letzte Bank, Kopf auf den Tisch, Powernapping! Im Job geht das leider schlecht... gerade deswegen, hat es der Medienjunkie jetzt wohl richtig gut! Ich beneide Dich um Deine Schulbank...

Dienstag, 12. September 2006

Denken und Wissen

Little Sir

Ich bin ein Kindskopf. Meist optimistisch. Für jeden Spaß zu haben. Entscheide meist schnell aus dem Bauch heraus. War Klassenclown. Versuche durch lockere Sprüche im oder zumindest am Rand des Mittelpunktes zu stehen. Möchte, dass alle gut mit mir auskommen. Bin der Meinung, dass das Gute am Ende immer gewinnt. Mache mich wenn es sein muss auch für andere zum Affen. Gehe mit einem Lächeln durch die Welt. Das ist die eine Seite...

Die andere ist ernst und verunsichert. Das Foto oben muss in einer Situation entstanden sein, als jener Teil die Oberhand über den Sir´schen Körper hatte. Manchmal... ziemlich oft... kommt es vor, dass ich ohne nachzudenken Sachen sage, die einfach nur total daneben sind. Dann überschrite ich unabsichtlich Grenzen und werde (verbal) verletzend. Das ist eines meiner Probleme, an denen ich arbeite. Es gibt aber auch Momente, in denen ich zu viel denke. In denen ich jede Handlungsmöglichkeit im Kopf durchspiele, jede Aussage zehnmal innerlich prüfe und dann doch nichts sage. Ich liege nächtelang wach und denke nach. Zerbrech mir den Kopf mit vermeintlich klaren oder auch absolut widersinnigen Gedanken und bemerke dabei nicht, dass dadurch alles noch komplizierter wird. Ich vergrab mich in einem Bau voller Abzweigungen und Tunnel und hab dann das Gefühl den Weg an die Oberfläche nie mehr zu finden. Ich will zwar nicht dumm sterben, aber manchmal hab ich den Eindruck, dass genau das der Fall sein wird.

Dabei weiß ich, dass auf diesem langen Weg der Zweifel und Selbstzweifel Ehrlichkeit die einzige Möglichkeit ist abzukürzen und anzukommen ohne Schaden zu nehmen. Manchmal ist der Weg eben doch nicht das Ziel. Ehrlichkeit. Auch und gerade sich selbst gegenüber. Ich muss mir die Frage stellen, was ich wirklich will. Warum soll ich dies und jenes klasse finden, wenn ich im Innern der Meinung bin, dass es totaler Quatsch ist? Soll ich wirklich mich ändern, nur weil andere es von mir verlangen? Steh ich voll und ganz hinter meiner Entscheidung? Will ich um jeden Preis gefallen, wenn die Konsequenz ist, dass ich mich im Spiegel nicht mehr ansehen kann? Was ist für mich wichtig und wie weit würde ich gehen um es zu bekommen?

... Denken und Wissen...
... zur Zeit denke ich wieder viel nach... dabei würde ich so gerne wissen...

Mittwoch, 30. August 2006

Soldaten sind Mörder

Die im Titel genannte Aussage ist zumindest für meine ehemalige Batterie falsch. Das kann ich als ehemaliger W10 durchaus bestätigen. Zehn Monate im Dienste der Bundeswehr haben mich vor allem eines gelehrt - putzen! Fenster, Böden, kleinste Ecken unter und hinter dem Bett, die Innenseite eines Lampenschirmes aus Glas. Außerdem kann ich Betten machen, Hemden korrekt zusammenfalten, geschätzte viertausend Teile in einen Rucksack mittlerer Größe packen und große Mengen Bier trinken ohne vom Spind zu fallen.

Ja, SirParker war bei der Bundeswehr. Recht gut gemustert steckte man mich gerade gerade mal zwei Wochen nach Erhalt des Abiturzeignisses in eine Tarnuniform, gab mir G3 und Wischmob in die Hand und wenn ich nur halb so viel geschossen hätte wie geputzt, hätte Heckler&Koch ein eigenes Modell für mich auf den Markt gebracht. Wir haben mit Putzmitteln und Wischmobs (wie ist eigentlich der korrekte Plural von Mob? Mobs? Möbbe? Möbse?) aus der Gründungszeit der BRD die Flure, Treppen, Sanitäreinrichtungen und Zimmer sowie Aufenthaltsräume sauber halten müssen, wobei uns immer gesagt wurde "Sauber gibt es nicht, nur gereinigt!".

Ok, wir haben auch geschossen. Mit stinkender Übungsmunition und auf der Schießbahn mit scharfer Munition Kaliber 7,62mm, aber ratet mal was danach angesagt war - richtig, putzen! Wenn man ein G3 in seine Bauteile zerlegt, hat man eine recht übersichtliche Anzahl an Einzelteilen. Das Reinigen dieser Teile konnte allerdings - wie uns der eine oder andere Oberfeldwebel lehrte - auch mal mehrere Stunden dauern. Egal wie gründlich man auch war, irgendwo fand einer der Gehängerüttler Unteroffiziere immer noch Schmutz.

Der oben im Bild gezeigte Panzer (genauer die PzH2000) war dann später mein Arbeitsplatz und ja, ihr habt recht: Großer Panzer, viel zu putzen. Der Vorteil hier: wer innen putzt, kann sich teilweise auf´s Ohr haun, die Sitze sind sogar recht bequem. Nach zehn Monaten war die Wehrzeit dann vorbei und am letzten Tag hab ich mir dermaßen die Birne weggeknallt wie selten zuvor... allerdings erst, nachdem nochmal alles geputzt wurde.

Solltest Du diesen Bericht hier lesen, männlich sein und Dich demnächst entscheiden müssen Zivildienst oder Wehrdienst zu leisten, dann verweigere die Waffe und mach Zivildienst... es gibt mittlerweile auch Stellen als Hausmeistergehilfe im Mädcheninternat - die eindeutig bessere Alternative...

... es sei denn Du willst in die Gebäudereinigungsbranche einsteigen...

Montag, 31. Juli 2006

Die Liste

Ich führe gedankliche Listen für jede Person, mit der er bisher zu tun hatte. Pro und Contra. Was ist an der Person gut, was schlecht? Du hast mich in einem Kommentar beleidigt? Dann steht es auf meiner Liste. Du hast mir in einer Mail geschrieben, dass Du ein Kind von mir willst? Ist ebenfalls notiert. Solche Listen sind oft von Vorteil, besonders dann, wenn man nicht direkt reagieren kann. Hierzu ein kleines Beispiel:

Der Arbeitskollege hat Dich im Büro als fette Sau tituliet. Jetzt hast Du zwei Optionen, entweder Du drückst ihm seine Schneidezähne mit Hilfe seines rechten Fußes in den eigenen Rachen, oder Du sagst "Stimmt!" und machst Dir einen Eintrag in Deiner Liste. Irgendwann, wirst Du der Vorgesetzte dieses armen Kerls sein und dann ist Zahltag!

Die Listeneinträge sind in verschiedene Kategorien eintegeilt. Die negativen reichen von "Nana, wer wird denn sowas sagen" über "Dafür ist noch eine Entschuldigung fällig" bis hin zu "Dafür sollst Du in der Hölle schmoren!"... Beispiele:

Kategorie 1
- Ein angetrunkener Kollege sagt Dir, dass er mit Dir Sex möchte
Kategorie 2
- Ein angetrunkener Kollege sagt Dir, dass er mit Deiner Frau Sex möchte
Kategorie 3
- Ein angetrunkener Kollege hat Sex mit Deine Frau

Auch die positiven Kategorien sind gestaffelt:

Kategorie A:
- Eine Freundin schenkt Dir eine DVD
Kategorie B:
- ... es handelt sich dabei um Deinen Lieblingsporno!
Kategorie C:
- ... sie schlägt vor den Film gemeinsam und nackt anzusehen, mit der Begründung "Vielleicht bekomm ich ja Lust!"

Die leichten Vorkommnisse positiver wie negativer Art machen den Hauptteil der bisherigen Listeneinträge aus. Sei es, dass man Feigheit und Flucht unterstellt bekommt, nur weil man im Kino beim zweieinhalbstunden Pferdefilm absichtlich eingeschlafen ist um sich dem Elend zu entziehen (steht auf der contra-Seite) oder tanzenderweise gesagt bekommt dass man (frei nach den Sportfreunden) "...das Größte für [einen] ist" (eindeutig ein Pro).

Mich würde jetzt mal interessieren, welche Einträge ich auf eurer Liste bekommen würde. No fishing for compliments, einfach die ehrliche Meinung. Du kannst auch "hat verbale Diarrhö" oder "Ist so häßlich, wär er ein Freier gäb´s keine Nutten mehr" schreiben, aber dann kommst Du vielleicht auch auf meine Liste... und nicht vergessen...

... die Rechnung kommt immer am Schluss...

Montag, 24. Juli 2006

In the ghetto

Ich hab schon die Zeche geprellt, bin schwarzgefahren, hab die Polizei belogen, bin vor der Staatsgewalt abgehauen, hab Unterschriften gefälscht, Minderjährigen Alkohol gegeben und vor dem Schwimmen was gegessen.

Ich geh bei Rot über die Ampel, ess Nutella mit dem Löffel, zeig mit dem Finger auf fremde Leute, guck im Internet nach wie der neue Blockbuster endet und verrate im Kino gleich am Anfang den Schluss, ess Döner vor Konzertbesuchen, klau den Nachbarn ab und an die Zeitung, missachte die Vorfahrt, mach im Blog Schleichwerbung für Durex Pleasuremax (das BESTE KONDOM ALLER ZEITEN) und trage Schmuck!

Bin isch krasser Gansta, oder was?

Montag, 10. Juli 2006

Happy birthday to me

icke

Es ist soweit. Die Welt freut sich. Rund um den Globus werden Feuerwerke gezündet. Papst Benedikt hält eine Sondermesse. Der Dalai Lama sticht ein Faß Weißbier an. Bin Laden klettert aus seinem geheimen Palast Erdloch und kauft eine Sahnetorte. George Bush unterbricht seinen Urlaub Leseunterricht wichtigen Job um dem Herren zu danken, denn heute ist es endlich wieder soweit...

DER SIR HAT GEBURTSTAG!

Es ist jetzt einige Jahre her, dass SirParker ganze sechs Wochen zu früh das Licht der Welt erblickte... das war übrigens das erste und einzige Mal, dass er zu früh gekommen ist. Der Arzt berichtete an dem Tag folgendes: "Diese coole Sau ist das lässigste Baby das ich jemals gesehen habe. Nur wenige kommen mit Sonnenbrille zur Welt."... die Hebamme äußerte sich ebenfalls "Ja, es stimmt, ich habe dem Jungen meine Telefonnummer zugesteckt... irgendwann wird er ja schließlich volljährig sein und ich werde auf ihn warten!"

Zur Feier werden einige Prominente erwartet, unter anderem der "Gouvernator" Schwarzenegger, Marilyn Manson, Nelson Mandela und Alf. Es wird mit viel Trara in Potsdam gefeiert, in den Medien wird allerdings nichts zu lesen sein, da der Sir eine gerichtliche Verfügung erwirken konnte, die eine journalistische Berichterstattung unterbindet...

... was der Jauch kann, kann ich schon lange...

Zahltag

Die Rechnung kommt immer am Schluss...

Kundennr./Artikel

 

Ich hab Sie im Auge...

... und irgendwann kommt die Rechnung!

Rechnungssteller

... bin ich!


Hast Du Fragen, schreib an

SirParker[ät]gmx[dott]de

Abrechnungszeitraum

berechnend seit 1286 Tagen
Letzte Rechnung am:
15. Jan, 10:26

Aktuelle Beiträge

...
Gibt es schon einen neuen Blog?
Martin (Gast) - 15. Jan, 10:26
re
Hehe Gutes Interview! :)) Leider konnte ich das Foto...
Martin (Gast) - 23. Dez, 08:31
hallo mensch ders video...
hallo mensch ders video gedreht hat^^ erstmal: hübsches...
Miri (Gast) - 28. Jan, 22:16
bauuuueeerrr
ich find bauer sucht frau einfach nur geil!
bauer sucht frau (Gast) - 20. Nov, 23:10
Das Ende naht..
Heute ist es wieder Willkommen Alltag, willkommen sie...
YanNelet - 14. Nov, 17:00