SP meets The Busters
Ach ja, vergangenen Donnerstag war da ja nochwas... hier fehlt ja noch mein Erlebnisbericht zum Busters-Konzert... wer den Text überspringt und nur die Videos ansieht ist ein Weichei!
Es ist kurz nach 19:00 Uhr, als ich zusammen mit der Holden und Salze das Haus verlasse. Per U-/Straßenbahn kommen wir bis zum Dianaplatz, der restliche Weg wird innerhalb von fünf Minuten zu Fuß zurückgelegt - dann sind wir da. Wir stehen vor´m Hirsch, wo heute Abend "The Busters" spielen - und ich bin dabei... mit der Kamera! Und nicht nur das, ich bekomm sogar ein Interview!!! Am Eingang zeigen wir unsere Tickets und der große Securitymensch (SM) mit der schwarzen Jacke bittet mich den Inhalt meiner Tasche zu zeigen. Beim Anblick von Stativ und Camcorder sieht er mich an und meint sinngemäß etwas wie Das glaube ich nicht, Tim!, aber ich hab vorsichtshalber mal die Mail mitgebracht, die mir Peter von den Busters geschickt hatte und auf der steht, dass ich mir an der Kasse einen Photopass abholen kann. Ich reiche SM den Zettel, er liest ihn kurz und verweist mich dann an Kassenmenschen. Dieser fragt mich nach meinem Namen, ich nenne ihn und schon hab ich nicht nur eine Art Presseausweis-Aufkleber an der Hose pappen, sondern auch keine Probleme mehr mit der Ausrüstung rein zu kommen.
Drinnen stelle ich erstmal fest, dass meine Nervosität höher ist als gedacht. Verdammt, ich hab den Zettel mit den Fragen zu Hause vergessen und die Büchse Holsten hat also nicht wirklich geholfen. Egal, ich bin hier und da muss ich jetzt durch. Ich betrete also die "Haupthalle" und mach das einzig Richtige - ich besorg mir noch ein Bier! Eine halbe Flasche später zieh ich den Bauch ein, drück den Rücken durch und geh auf - welch Überraschung - weitere SMs zu. "N´abend" sag ich "ich hab die Erlaubnis bekommen heute hier ein bisschen zu filmen und ein paar Fragen zu stellen." SM sieht mich etwas schräg an, verschwindet dann kurz und kommt schließlich mit Alex (dem Gitarristen) zurück. Nach einer kurzen Begrüßung nimmt er mich mit in den "Aufenthaltsraum" der Band, der unweigerlich Gedanken an eine Legebatterie weckt. Mensch Hirsch-Team, so geht das noch nicht!. Ich sage schnell hallo, dann kommen auch schon Ritchie und Ron und wir machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Raum für die Fragerunde... was schwieriger ist, als vermutet! Zwei Schluck Bier später wird dann Schlagzeuger Stefan aus einem kleinen Raum vertrieben und es geht los.
Das Interview gibt´s am Ende dieses Artikels zu sehen! Danke nochmal an Ron und Ritchie, dass sie sich Zeit genommen haben! Wenn ihr beiden mal Fragen an mich habt, nur heraus damit!
Danach darf ich das Stativ neben dem Mischpult aufstellen und laufe so nicht Gefahr, von tanzendem Volk angerempelt zu werden. Zehn Minuten später geht es los... die Party beginnt! Ich habe ja schon das ein oder andere Ska-Konzert miterleben dürfen und auch die Busters schon zweimal gesehen, aber was hier und heute abgeht ist das Hammer. Der ganze Hirsch tanzt, und skank my blues away ist das Motto der crowd. Mit no risk now fun und dead or alive gibt es zwei meiner Favoriten gleich zu beginn. Meine Laune wird immer euphorischer. Liegt´s an den Kippen? Liegt´s am Bier? - Es liegt an der Musik! Ungefähr zur Halbzeit zeigen die Busters einen astreinen Akkustik-Teil, der - obwohl etwas ruhiger - sich super ins Gesamtkonzert einfügt. Ich lass die Kamera kurz alleine und geh auf´s Klo. Als ich zurück komme sehe, dass das erste Band fast voll ist. Zwischen zwei Liedern wird schnell die Kassette gewechselt und weiter geht´s. Ich kämpf mich nun mit dem Gerät durch die tanzende Masse zur Bühne vor - erstaunlich, wie bereitwillig die Leute einem Platz machen, wenn man eine Kamera dabei hat. Vorne angekommen, gibt´s erstmal ne Nahaufnahme der Blechblasinstrumentalisten. Dann nimmt Ritchie den Camcorder und filmt von der Bühne aus seine Kollegen und das Publikum. Die Aufnahmen sind - nix für ungut Ritchie - etwas "chaotisch" und werden nur im Director´s Cut zu sehen sein. Zurück am Stativ greife ich zu Zigarette und Bier, proste dem Mann am Mischpult zu (Namen hab ich vergessen; sehr nett gewesen) und tanze auch mal bissl mit.
Nach über zweieinhalb Stunden und mehreren Zugaben ist die Show vorbei und ich bin froh - denn just in dem Moment ist der zweite Akku leer und die Panasonic NV-GS180 macht Feierabend. Ich bin immer noch total aufgeputscht und nachdem ich mein Zeug zusammengepackt hab, geh ich nochmal in den Backstage-Bereich und bedanke mich für Konzert und Interview.
Was für ein Abend!
Konzertausschnitt:
Danke an The Busters







