Meine Sicht der Dinge
Es ist Dienstag, 21:00 Uhr, als Kollege Makku und Sir´s Tante ihr Neffe das Büro verlassen. Erstgenannter hat eine neue Stelle bekommen (gleiche Arbeit, mehr Geld) und das will mit einer kleinen Feier zelebriert werden. Geplant ist nix wildes, einfach gediegenes Zusammensitzen bei Whisky und Zigarre. Weil es dennoch ein passendes Ambiente sein soll, haben wir uns für den Freudenpark entschieden (immerhin ´98 ausgezeichnet als beste Bar Deutschlands).
Wir starten bei meiner Wohnung, nicht ohne etwas Wegzehrung mitzunehmen. Wir haben uns für einen Fußmarsch entschieden und obwohl der Weg nicht weit ist, müssen wir eine kleine Pause einlegen, zeitweise sogar auf einer Insel. Frisch gestärkt und ausgeruht kommen wir endlich im Lokal mit seinen saubequemen Ledersesseln und den Einrichtungsstil der ´60er Jahre an. Das einzige, was hier nicht so wirklich passt, ist das große "Günther Netzer"-Poster, aber weil das neben der Klotür hängt, kann man das gerade noch so durchgehen lassen. Wir müssen den Geschmack des Holsten irgendwie loswerden und werfen deswegen einen Blick in die Getränkekarte das Getränkebuch... wow - 126 Seiten! 10 verschiedene Seiten Whisky (Bilder am Ende)! Keine leichte Entscheidung, aber ich nehme schließlich einen 18 Jahre alten Glenmoragnie.
Nachdem die Kellnerin die Getränke gebracht hat bietet mir Freund M. eine Zigarre an, die ich selbst köpfen muss darf. Ich hab keine Ahnung, was für ein Zeug er mir da angedreht hat, aber es schmeckt gut... auch oder vielleicht gerade in Verbindung mit dem Alkohol. die Themen des Abends sind gemischt. Es geht ums Bloggen, um die Arbeit, um Frauen. Mein Whisky hat die angenehme Eigenschaft auf den Lippen und auf der Zunge minimalst zu brennen, beim Abgang aber keinerlei Gefühl im Rachen zu hinterlassen. Stellt euch einfach vor, ihr trinkt Rauch! Herrlich!
Zu fortgeschrittener Stunde verlassen wir den Freudenpark wieder. Hinter einem Baumstumpf haben wir noch was versteckt... das wird schnell wieder eingepackt. Der Heimweg führt uns noch zum lustigen M, wo zwei Royal TS (ohne Mayo), eine Tüte Pommes und ein Getränk meinen Blutzuckerspiegel wieder auf ein vernünftiges Niveau bringen müssen. Urplötzlich steht die kleine Schwester von Ronald McDonald bei uns am Tisch und fängt an zu texten. Dass heute wenig los sei, dass sonst mehr los sei, dass sie schon seit 18:00 Uhr da sei, und was noch so alles sei. Ich sehe Makku an und wir denken im geichen Augenblick den gleichen Gedanken - "Wer hat die angesprochen und warum steht die hier?" Irgendwann drückt sie uns beiden ein Sammelheft für die "McDonalds Merry Monopoly"-Aufkleber in die Hand (dabei hab ich doch da noch nie was gewonnen) und Makku dazu noch einen Gutschein für einen Softdrink... scheinbar hat sie ein Auge auf ihn geworfen. (Makku, wenn Du das liest - da geht noch was!)
Wieder auf der Straße stellen wir fest, dass ein weihnachtlicher GAU passiert ist... allmächd! Bevor ich solche Schlagzeilen lese, seh ich mir doch lieber gekonnte Werbung an.
Zu Hause fall ich ins Bett und erwache erst mittwochs am vormittag wieder. Das war der Abend, wie ich ihn erlebt hab, aber es gibt ja auch noch seine Sicht der Dinge...
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Dann auf ein neues...







